Beispielszenario — noch kein Live-Projekt. Exemplarische Darstellung einer typischen Umsetzung.
Ausgangslage
Die DSGVO stellt dauerhafte Pflichten: ein vollständiges Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (Art. 30 DSGVO) führen, Auftragsverarbeitungsverträge (Art. 28 DSGVO) abschließen und über ihre Laufzeit im Blick behalten und für risikoreiche Verarbeitungen eine Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35 DSGVO) durchführen. In der Praxis entstehen diese Nachweise häufig in Excel, Word und E-Mail — verteilt, schwer aktuell zu halten und bei einer Anfrage der Aufsichtsbehörde nur mühsam belegbar.
Beratungen in diesem Feld stehen damit vor der Aufgabe, diese Pflichten für mehrere Mandanten konsistent, nachvollziehbar und prüfbar abzubilden — während ihr methodisches Wissen in Vorlagen und Köpfen steckt statt in einem Werkzeug, das sich unter eigener Marke an viele Mandanten ausliefern ließe. Ein Tool, das diese Methodik abbildet, könnte aus dieser wiederkehrenden Arbeit ein eigenes, wiederverwendbares Produkt machen.
Lösungsansatz
Eine solche Anwendung wäre als mandantenfähige Web-Anwendung angelegt, die die drei Kernpflichten in einem durchgängigen Datenmodell zusammenführt: Verarbeitungstätigkeiten, Auftragsverarbeiter und Folgenabschätzungen würden aufeinander verweisen, statt in getrennten Dateien zu liegen. Die Beratung würde ihre eigene Methodik — Kategorien, Schwellwerte, Textbausteine — selbst pflegen und unter eigener Marke ausliefern.
- VVT-Verzeichnis nach Art. 30 DSGVO — Verarbeitungen mit Zwecken, Rechtsgrundlagen, Empfängern, Löschfristen und TOM in einer strukturierten Maske
- AVV-Tracking nach Art. 28 DSGVO — Auftragsverarbeiter mit Vertragsstatus, Fristen, TOM-Nachweisen und Wiedervorlagen an einem Ort
- Geführte DSFA nach Art. 35 DSGVO — von der Schwellwertanalyse über die Risikobeschreibung bis zu den Abhilfemaßnahmen, Schritt für Schritt
- White-Label unter der Marke der Beratung — Verarbeitungs-, Risiko- und Maßnahmenvorlagen pflegt sie selbst, ohne Entwickler
- Berichte und Export für Mandant und Aufsichtsbehörde — Verzeichnis und DSFA als strukturierter Report auf Knopfdruck
- Rollenbasiert und mehrsprachig, mit lückenlosem Audit-Trail und Zwei-Faktor-Authentifizierung
Wie es aussehen könnte
Mockup / Beispieldarstellung — frei erfundene Demodaten, kein reales System oder Produkt.
Was das Tool leisten würde
Angelegt als wiederverwendbares Produkt, könnte ein solches Tool die laufende Datenschutz-Arbeit von verteilten Dateien in einen nachvollziehbaren Prozess überführen. Eine Beratung in diesem Feld könnte ihre Methodik als wiederkehrendes Produkt unter eigener Marke anbieten, statt jeden Mandanten allein von Hand zu betreuen.
- Würde Verzeichnis, AVV und DSFA in einer Quelle der Wahrheit zusammenführen — statt verteilter Excel- und Word-Dateien
- Könnte Nachweise gegenüber Mandant und Aufsichtsbehörde strukturiert und auf Knopfdruck exportierbar machen
- Wäre so angelegt, dass AVV-Laufzeiten und DSFA-Reviews terminiert würden, statt vergessen zu werden
- Würde aus wiederkehrender Beratungsleistung ein skalierbares Produkt unter eigener Marke machen