Ausgangslage
In der sequenzierten Fertigung — etwa in der Automobilmontage — müssen Behälter in exakt der richtigen Reihenfolge zur exakt richtigen Taktzeit ans Band kommen. Die Beratung beherrschte diese Just-in-Sequence-Logik, führte sie bei ihren Kunden aber jedes Mal aufs Neue manuell ein: Papierlisten, Kopfrechnen am Band, keine Nachvollziehbarkeit. Sie wollte ihr Verfahren in eine Software gießen, die sie bei einem ersten Automobilzulieferer einführt — und anschließend bei weiteren Werken wiederverwenden kann.
Lösung
Wir haben das Taktmodell der Beratung in eine Echtzeit-Plattform übersetzt: Jeder Behälter ist eine Bewegung mit Sequenzposition am Band; die Software vergleicht laufend den Bandfortschritt mit dem Entleerzeitpunkt und projiziert das auf eine Ampel, nach der die Werker sofort handeln. Schicht- und Pausenpläne verschieben alle Deadlines automatisch, sodass die Ampel über Pausen und Schichtwechsel hinweg verlässlich bleibt.
- Echtzeit-Ampel je Produktgruppe mit Takt-Countdown
- Scannergeführter Werkerfluss — falscher Behälter und falsches Tor werden vor dem Fehler abgefangen
- Schicht- und pausenbewusste Taktsteuerung, die Deadlines automatisch nachzieht
- Leitstand für Schichtleiter mit Band-Stopp/Start und Stammdatenpflege
- SOS-Funktion für stationsübergreifende Hilfe in Echtzeit
- Als Produktkern angelegt — pro Kunde eine eigene, abgeschottete Installation
Ergebnis
Aus Kopfrechnen und Papierlisten wurde ein auf einen Blick erfassbares Echtzeit-Board, das drei Jahre lang im Mehrschichtbetrieb in der Produktion lief — über Test-, Stage- und Produktivumgebung hinweg. Die Beratung hat damit nicht mehr nur eine Methodik, sondern ein vorzeigbares Produkt: einmal gebaut, je weiterem Kunden als eigene Installation ausrollbar. Weil solche Bandsysteme nah an der Anlage laufen, richten wir die Installation pro Kunde dediziert ein — auf Wunsch on-premises im Werk des Kunden.
- Methodik als wiederverwendbares Produkt statt projektweiser Einführung
- Drei Jahre Produktivbetrieb im Mehrschichtumfeld als Referenz
- Pro Kunde eine eigene, abgeschottete Installation — on-premises möglich
- Fehlervermeidung am Band statt nachträglicher Ursachensuche